Diese internen VMs unterstützen jedoch nur Java 1.0, bestenfalls 1.1 und nicht die erweiterten grafischen und sonstigen Möglichkeiten, die Java 1.2 und spätere Versionen bieten.
Damit der Browser nun statt seiner internen VM das Plugin benutzt, muß das APPLET-Tag durch ein anderes Tag ersetzt werden. Leider ist das für Netscape Navigator (EMBED-Tag) und Internet Explorer (OBJECT-Tag) verschieden. Damit die Seite für beide Browser funktioniert, müssen beide Tags kompliziert ineinander verschachtelt werden.
Damit das nicht per Hand gemacht werden muß, hat Sun den HTML-Konverter erfunden (für Eilige: Download des Konverters).
Dieses Testapplet braucht JRE 1.3 oder höher, also ein funktionierendes
Plugin. Rechts neben jeder Version ist der entscheidende HTML-Code angegeben.
| BallTest_Original.html | Originalversion nur mit Applet-Tag. Geeignet für den Appletviewer, Opera und Netscape ab Version 6.0 (diese Browser haben keine interne VM mehr und benutzen immer das Plugin, auch beim APPLET-Tag). Das PARAM-Tag wird von diesem Applet nicht gebraucht, dient nur zur Demonstration. |
| Der Konverter bietet nun vier Versionen an, in die der HTML-Code umgeschrieben werden kann: | |
| BallTest_Standard.html | Standardversion für Internet Explorer und Netscape Navigator unter Windows und Solaris. |
| BallTest_Extended.html | Erweiterte Version für alle Browser und alle Betriebssysteme (benötigt Javascript) |
| BallTest_IEonly.html | Nur für Internet Explorer (Windows und Solaris) |
| BallTest_NSonly.html | Nur für Netscape Navigator unter Windows |
Bei wem keine Version funktioniert hat, sollte sich ein JRE oder JDK herunterladen oder versuchen, das vorhandene neu zu installieren.
In einem NT-CIP-Pool der Universität kann bei Netscape folgendes helfen (muß aber nicht):
http://java.sun.com/products/plugin/1.3/converter.htmlherunterladen
Zuerst muß man dabei die Lizenz lesen und bestätigen, dann eine Download-Art auswählen. Bei Downloads ist allgemein zu beachten, daß FTP schneller ist als HTTP und daß man besser einen Server in Europa wählt, als den Sun-eigenen Server.
Das Programm ist knapp 150 KByte groß und als ZIP-Datei gepackt.
Die Datei entpacken, z. B. mittels PowerZip, WinZip oder, falls kein solches Packprogramm verfügbar ist, eine DOS-Box öffnen, in das Verzeichnis mit der heruntergeladenen Datei wechseln und dort
jar -xf htmlconv1_3.zipeingeben (Dazu muß natürlich ein JDK installiert sein). Es entstehen die Unterverzeichnisse converter und Meta-inf, letzteres kann man gefahrlos löschen.
java -classpath . HTMLConvertereingeben.
Tip 1: Wenn beim Scrollen in Dateidialogen die Datei- und Verzeichnisnamen "zerhäckselt" werden, sollte man das Programm beenden und nochmals mit
java -Dsun.java2d.noddraw=true -classpath . HTMLConverterstarten. Die Option -Dsun.java2d.noddraw=true ist allgemein nützlich, wenn bei einem Javaprogramm das Scrollen seltsame Bildeffekte hervorruft.
Tip 2: Bei Aufruf in der DOS-Box wird diese während des
Programmlaufs gesperrt. Um das zu verhindern, einfach javaw statt
java
eingeben.
Das Programm sollte dann in jedem Fall etwa so aussehen:
| All Files in Folder | Alle Dateien in diesem Verzeichnis werden konvertiert, deren Name ... |
| Matching File Names | ... einem der angebenen Muster genügt. "*.html" meint z. B. alle Dateien, die auf ".html" enden. |
| Include Subfolders | Auch die Ordner unter dem angegebenen Verzeichnis werden nach passenden Dateien durchsucht. |
|
Statt des Eintragens von Datei oder Verzeichnisnamen kann man auch auf das "Browse" hinter dem jeweiligen Feld klicken und den Namen in einem Dateidialog auswählen. Bei der Auswahl von Verzeichnissen ist aber noch eine kleine Hürde zu nehmen. |
|
| Backup Files to Folder | Zur Sicherheit werden die Originale in dieses Verzeichnis kopiert. Vorsicht: Der Verzeichnisname wird automatisch geändert, wenn man ein anderes Quellverzeichnis für die Konvertierung wählt. Also immer von oben nach unten ausfüllen! |
| Template File | Hier kann man angeben, in welche Version das HTML-File konvertiert werden soll (einfach, erweitert oder nur ein spezieller Browser, siehe oben). |
| Convert... | Draufdrücken und los geht's. |
Im Menü Edit unter Options lassen sich weitere Optionen einstellen:
Die ersten vier Eingabezeilen sollte man nicht ändern. Sie geben
an, wo der Browser das Plugin suchen soll, wenn er es nicht hat und welche
Plugin-Version benötigt wird. Unter
Generate Log File kann
man bestimmen, ob und wo der Konverter ein Log File mit Übersichtsinformationen
über die durchgeführten Konvertierungen ablegen soll.
Ist das Programm mit Konvertieren fertig, gibt es am Ende noch eine Zusammenfassung seiner Arbeit aus:
| java -classpath . HTMLConverter [ filespecs ] [-simulate] [-options1 value1 [-option2 value2 [...]]] | |
| filespecs | Liste von Dateinamen, durch Leerzeichen getrennt. Das '*' ist erlaubt. (z. B. *.html *.htm) |
| simulate | Konvertierung nur simulieren. |
|
Optionen |
|
| source | Pfad zu den HTML-Dateien (z. B. c:\htmldocs für Windows, /home/user1/htmldocs für Linux/Unix). Wird es nicht angegeben, wird das aktuelle Verzeichnis verwendet. |
| backup | Pfad zum Backupverzeichnis. Wird es nicht angegeben, wird an das source-Verzeichnis ein "_bak" angehängt. |
| subdirs | Unterverzeichnisse von source verarbeiten? Erlaubt sind TRUE oder FALSE, Standard ist FALSE |
| template | Name der template-Datei, also der Version, in die die HTML-Dateien konvertiert werden sollen. Standard: default.tpl (IE & Navigator für Windows & Solaris). Im Zweifelsfall nicht ändern. |
| log | Pfad und Dateiname der log-Datei. Standard: convert.log |
| progress | Fortschrittsanzeige zeigen? Erlaubt sind TRUE oder FALSE, Standard ist TRUE. |