Mathematisches Balancieren - eine Anwendung mit vielen Spielereien

Wie balanciert man einen Besenstiel - oder sogar mehrere gleichzeitig? Was zunächst wie eine Frage klingt, die eher Jongleure oder Artisten interessiert, ist tatsächlich ein Problem, das man mathematisch lösen kann. Wenn man nämlich eine mathematische Gleichung aufstellt, die die Bewegung des Besenstiels beschreibt, so kann man darauf aufbauend errechnen, wie man die Hand bewegen muss, damit er nicht umfällt.

Auch wenn dies Problem auf den ersten Blick wie eine nette aber nutzlose mathematische Spielerei klingt, hat es doch eine ganze Reihe echter Anwendungen in Wirtschaft und Technik. Es macht nämlich mathematisch keinen wesentlichen Unterschied, ob man einen Besenstiel balanciert, eine Trägerrakete aufrecht in den Weltraum schießt, eine Heizung regelt, die Stoffkonzentration eines chemischen Prozess konstant hält oder ein Auto vor dem Umkippen bewahrt.

In dem Vortrag wird an Hand von Computersimulationen und der - elementaren und grafisch illustrierten - Darstellung mathematischer Zusammenhänge eine anschauliche Einführung in dieses Thema gegeben.

(Inhaltsangabe)

Kontaktaufnahme:
Prof. Dr. Lars Grüne
Lehrstuhl für Angewandte Mathematik
Universität Bayreuth

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